Der Zauber der Dolomiten

Die so genannten „Blauen Berge“ Südtirols bestehen aus versteinerten Algen- und Korallenriffen, die 250 Millionen Jahre lang still und geheimnisvoll im warmen Tethysmeer im Verborgenen heranwuchsen und mit dessen Absinken sich die Dolomiten majestätisch, bizarr und weiß aus der Landschaft erhoben. Vom Norden Italiens bis hin zu den Provinzen Südtirol, Trient und Belluno hat die Natur ihr Geschenk an uns verteilt: ein Gebirge, dessen Zauber man sich nicht entziehen kann.



Gegensätze kommen zusammen

Sanft gewellte Almen treffen hier auf steile, spitze Dolomitensteine. Gegensätze wie diesen finden sich in diesem magischen Raum an vielen Plätzen wieder: Bereits im Vilnösser Tal, das man über einen schmalen Schacht betritt, findet man neben heiligen Quellen und herzlichen Menschen auch eine Ruhe und Altertümlichkeit, die einen starken Kontrast zu unserem hektischen und lauten Alltag darstellt und unsere Seele berührt. Aber auch der rundliche Dolomitenberg „Peitlerkofel“, dessen Form an einen nährenden, weiblichen Busen erinnert, bildet einen Gegensatz zu der männlichen, väterlichen Kraft, die in der Felslandschaft vorherrscht. Die gegensätzliche, mal raue und mal sanfte Natur der Dolomiten - die Berge, Pflanzen, Tiere und Menschen – laden uns ein, die Dinge achtsam und ganzheitlich zu betrachten, losgelöst vom „Schleier“ des Alltags.

Glaube versetzt Berge – und umgekehrt!

 

Die Kraft der Natur wirkt sich auf unser gesamtes Wesen aus, indem Emotionen losgelassen und integriert, „eingemittet“ werden, sie kann emotionale Prozesse unterstützen, zur Gesundheit des Körpers beitragen und geistiges Heilen unterstützen. Da die Seele sich in Bildern ausdrückt, kann sie sich insbesondere durch die metaphorische Wirkung der Natur ausdrücken und mit den Bildern in Resonanz gehen.

Die Eigenverantwortung wird unterstützt, somit werden Entscheidungen klarer, Alltägliches wird losgelassen, so dass wir uns auf Neues, Weiterführendes einlassen können. In den Dolomiten ist diese heilende Wirkung besonders intensiv: Hier verspüren und durchleben Menschen eine besondere Verbundenheit zum „großen Ganzen“ und vermögen daraus neue, frische Kraft ins eigene Leben zu rufen. Das „Echte, Schöne Ruhige“ der majestätischen Berge lässt Stille zu und hilft dabei, sich auf unsere Essenz zu besinnen und uns selbst zu begegnen.

 

Die lichtvollen Sonnenauf- und untergänge, die vielen Kraft- und Kultplätze, sowie Kirchen, in denen man ebenfalls zur Ruhe kommen, beten und danken kann, tragen zu der heilsamen Wirkung der Berge bei. Hier können wir dem göttlichen „Vater des Himmels“ nahe sein, aber auch der Göttin „Mutter Erde“. Beides kann sich im Herzen nebeneinander integrieren, beides ist ganz nah, umgibt und hält uns.

Ob es um einen Lebenstraum oder Visionssuche geht, eine Entscheidungsfindung, Klärung eines Themas oder eine spirituelle Sehnsucht - getragen von den Eindrücken und eingebettet in die Wildheit der Natur schenken uns die Dolomiten viele besondere Kraft-Orte, die uns verändern werden. Und uns daran erinnern, dass wir alle Kinder Gottes sind: Geliebt, schöpferisch, heilig.